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   Metal Hammer | Follow the Rainbow | Mai 2000

NOPLIES – FOLLOW THE RAINBOW Bereits seit 1996 bestehen NOPLIES aus Reutlingen, die mit FOLLOW THE RAINBOW ein erstaunlich reifes Album vorlegen. Bereits vor gut zwei Jahren konnte das Debütwerk SOURCE OF NOISE für positive Resonanzen sorgen, mit ihrem zweiten Opus legen die 5 Musiker jetzt noch Kohlen nach. Ihren eigenen Vorbildern Iron Maiden und Gamma Ray folgend, machen NOPLIES einen temporeichen Melodic Metal, der in rhythmischer Hinsicht an Running Wild erinnert und sauber wie druckvoll produziert wurde. Gefallen hat mir vor allem die Gitarrenfraktion Heiko Irmscher/Ralf Störzer, die mächtig aufs Gaspedal drückt und eine Vielzahl feiner Riffs produziert. Zulegen konnte die Band noch hinsichtlich des Gesangs, der zumindest in den Refrains ruhig mehrstimmig hätte ausfallen dürfen.

Matthias Mineur (Mai 2000)

 

 

      Heavy oder was?! | Escape | Juni 2003

NOPLIES aus Balingen ragen mit `Escape´, ihrer zweiten CD, aus dem Wust an Eigenproduktionen heraus. Ihr melodiöser Metal-Mix ( eine Kreuzung aus aus Teutonen Stahl im Stile der alten BLIND GUARDIAN zu ´Battalions Of Fear/Follow The Blind Zeiten und GAMMA RAY sowie traditionellem Heavy Rock ) macht Lust auf mehr. Hörbar war man bemüht, den jeweiligen Songs eine eigene Note zu verleihen-Kompliment! Engagement traf auf Feingefühl. Verspielt und äußerst versiert zockte man die einzelnen Nummern ein. Wenn zukünftig mehr am Sound gefeilt wird, dürfte der angepeilte Deal nur noch eine Frage der Zeit sein. Weiter so! Die ein oder andere Hörprobe gibt es übrigens bei www.noplies.com zu bestaunen. Enjoy!

Peter Fischer ( 8 Punkte )

 
 

     Stay heavy | Escape | Dezember 2003



Eine Eigenproduktion, die es in sich hat. Mal abgesehen von dem äußerst hohen Abwechslungs- und Unterhaltungswert der Scheibe spielen die 5 Jungs aus Balingen absolut geilen melodic Metal. Der erste Track "Pirate Tale" bringt einen nach dem ruhigerem Anfang mit Meeresrauschen dann richtig in Stimmung. "Heart of Stone" ist ein mittelmäßiger midtempo Rocksong. "World of Ice" ist Metalballadenmäßig schon wieder besser. Erinnert ein wenig an langsame Blind Guardians. Der Titeltrack "Escape" ist meiner Meinung einer der stärksten Songs. Man erkennt leicht Prog-Einflüsse beim den Instrumenten, speziell das Schlagzeug zeigt den Weg dorthin. "On my Way" ist schon fast ein typischer Manowar-Opener, geht dann aber in eine ganz andere Richtung. Die Harmonie springt einem förmlich ins Gesicht. Zurücklegen und metallisch entspannen! Aber schnell wieder auf die Beine wenn "No words" aus den Boxen hämmert. Mein Musikalischer Favorit! Es läßt sich nicht vermeiden auch über die "Tracks" ab dem achten Song mal was zu schreiben. Daß die Jungs Spaß bei ihre Musik haben, merkt man den Songs an, aber warum in Metal´s Namen muß am Ende dieser Quatsch drauf. Sorry Jungs, aber da hat kaum jemand Interesse dran. Es reicht, wenn Bands wie J.B.O. solche Laber und Quatsch Einlagen bringen. Lieber als Bonus ein Drum, Bass, oder Guitarsolo bitte! No words - lets rock!

stayheavy ( 7 Punkte )

 
 

woodz mag | Bandcontest | November 2007

NOPLIES BIETEN FAST PERFEKTE FÜNF-MANN-SHOW! Noplies siegten mit 98 Punkten beim zweiten Teil des Bandcontests im Alpenmäxx. Color of Hope aus Bad Saulgau lagen mit 83 Punkten knapp dahinter und die Melchinger Bäd Angel erreichten 47 Punkte.
Mit der Geislinger Metal-Band Noplies steht nach Raintown die zweite Band von insgesamt vieren fest, die das Finale am 12. Januar bestreitet. Dann wird der Gesamtsieger des Wettbewerbs ermittelt, den Detlef Springer und seine Marketing-Event-Agentur "Magic Empire" veranstalten. "Klar sind wir zufrieden", strahlen die fünf von Noplies. "Wir sind zwar nicht gekommen, um zu gewinnen, wir wollten einfach nur Spaß haben. Aber wenn man dann doch gewinnt."

DAS GEHEIMREZEPT Einfach nur Spaß haben zu wollen, scheint das Geheimrezept der Band zu sein. "Wir sind keine Perfektionisten", erklärt Gitarrist Thomas Scholl. "Aber das ist vielleicht grad gut. Dadurch dass wir Spaß haben, machen wir das wieder wett." Und die Freude daran, Musik zu machen, sieht man den Männern an: Während sonst das harte Metal-Gewerbe oft einen möglichst düsteren Gesichtsausdruck auf der Bühne zu verlangen scheint, strahlen die Herren bei Noplies um die Wette. Auch sind sie ständig zueinander unterwegs und ihr energievoller Auftritt wirkt, als würden sie mittels Musik kommunizieren. "Du musst doch dem Publikum was bieten und nicht immer nur hinter dem Mikro rumstehen", findet Sänger Josef Pielsticker und agiert nach diesem Motto. Als nimmermüdes Stehaufmännchen wirbelt er auf der Bühne rum, singt schon mal einem Bandmitglied ins Ohr und lockt das Publikum mit den Händen näher heran. Eine ziemlich perfekte Fünf-Mann-Show, viel ausgebaut werden muss da nicht mehr. Der Auftritt beim Finale werde auch nicht grundlegend anders, überlegen sie, vielleicht werden sie eine Ballade einbauen. Diese Stilrichtung fehlte bei ihrem Auftritt ­ aber Musik sei immer viel Gefühl, egal wie hart sie sei, denkt die Band.

KLEINE VERSCHNAUFPAUSE Etwas verschnaufen konnte das Publikum nur beim ruhigeren "New Day". Dieser Song handelt davon, dass jeder Tag als neuer Anfang gelten kann. Weiter spielte Noplies "Dimeria". Dies sei ein Fantasiename für ein kleines Dorf, das sich gegen eine üble Macht zur Wehr setzen muss, aber magische Unterstützung erhält, erklärt Heiko Irmscher, der Mann hinter den Texten. Die Story geht gut aus.
"Century" handelt von diesem "Teufelsjahrhundert". Der sozialkritische Text wettere gegen die Aggressivität, die heute herrscht. Wie man sieht, an ungewöhnlichen Einfällen für Lyrics fehlt es der Band nicht. Dies macht sich auch in der Ausführung bemerkbar: Ein Lied kann schon mal mit einem fiesen Lachen enden.
1996 gegründet, hat die Band schon einige Musikerwechsel hinter sich. Lange hat sie nach einem Bassisten und einem Gitarristen gesucht. Die sind mit Markus Wöllmann und Thomas Scholl erst dieses Jahr zur Band gestoßen. Und obwohl sie alle schon "etwas älter" sind, denke keiner ans Aufhören, versprechen sie. Die Band hat schon einiges an Erfahrung sammeln können, doch bei jedem Auftritt lerne man noch etwas dazu, enthüllt Drummer Andi Scher: "Und wir sind immer noch aufgeregt. Wenn du das nicht mehr bist, hast du aufgehört, gut zu sein."

Annette Müller